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Kampfsport oder Selbstverteidigung – wo ist der Unterschied?
Kampfsport wird oft mit Missbrauch in Verbindung gebracht und deshalb verurteilt. Diese Meinung verdanken wir schlechten Filmen mit Kampfsporthelden, Selbstjustiz und dem Verhalten einiger Kampfsportler auf der Strasse.
Bei uns ist das nicht so und wir distanzieren uns von diesem Bild. Budosportarten sollen disziplinieren. Wer sich daneben benimmt, wird ermahnt oder fliegt bei Gewaltausbrüchen raus. Das einheitliche Tragen weißer Kleidung und der Respekt vor dem Gegner werden von Anfang an als Etikette eingeführt. Dieses soziale Verhalten festigt sich und prägt. Untersuchungen haben ergeben, dass überdurchschnittlich viele Budosportler erfolgreicher in Stresssituationen sind.
Im Gegensatz zu Kampfsport haben Selbstverteidigungssysteme ein anderes Ziel. Unabhängig von der Etikette (Verhaltensregeln), die hier wie dort wichtig ist, ist das Ziel einer Selbstverteidigung nicht der Zweikampf nach Regeln, sondern das schnelle Überwältigen eines Angreifers. Kampfsportarten sind also regelgebunden und sportlich fair; Judo, Karate, Boxen, Kickboxen, Taekwondo, Ringen, Muay-Thai, egal ob im Leichtkontakt (z.B. Shotokan) oder Vollkontakt (z.B. K1, Kyukushinkai), sind also Sportarten. Traditionelle oder moderne SV-Systeme gehen jedoch nicht von einem Regelwerk aus, sondern vom Rollenspiel Angreifer-Verteidiger. Das sind z.B. Ursysteme wie Jiu-Jitsu, Tai-Jutsu, Sambo, Wing-Tsun, Hwrang-do oder moderne Systeme wie Jeet-Kune-Do, Krav Maga und unser Ju-Jutsu. Hier kommen solche Dinge zum Einsatz, die im Sport nichts zu suchen haben: Verteidigung durch Angriffe auf den Genitalbereich, Kehlkopf, Augen, Ohren, Knie, Füße, usw.. Wie sonst sollte ein junges Mädchen sich gegen einen Triebtäter durchsetzen? Bevor es dazu kommt, lehren wir Deeskalation, Vermeidung, Sprach- und Mimikgebrauch und natürlich, dass Flucht die beste SV ist!
Leider ist Kampfsport und Selbstverteidigung durch schlechte Literatur, noch schlechtere Filme, Scharlatane und Shows meist falsch dargestellt.
In der Kampfsportschule Budo Club Berlin trainieren wir daher nur sportlich fairen Kampfsport (z.B. Judo, Ju-Jutsu-Fighting (Leicht-Kontakt), Kickboxen, Ju-Jutsu-Allkampf (VollKontakt)) oder die effektive Selbstverteidigung mit Ju-Jutsu.
Proleten-Gehabe und Schlägerausbildung ist bei uns nicht möglich.Unserer Trainer haben Medizin oder Sportwissenschaften studiert und sind Inhaber von Trainerlizenzen.
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